Rehwild verbeißt häufig den Leittrieb eines jungen Baumes. Das mindert dessen Qualität stark. Foto: Imago/blickwinkel

Wildverbiss: Fraßbilder sicher unterscheiden

Frische Knospen und Triebe von Gehölzen schmecken verschiedenen Tierarten. Der Verursacher lässt sich jedoch häufig ermitteln, wenn man sich die Verbissstelle genau anschaut. Denn die „Verbissbilder“ sind oft typisch.

Eine artenreiche und gesunde Waldverjüngung ist der Grundstein für stabile, zukunftsfähige und hochwertige Waldbestände. Doch manche Tierarten haben die frischen Knospen und Zweige der jungen Bäume im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern. Nimmt der Verbiss überhand, kann es zu Schäden an der Waldverjüngung kommen. Dazu zählen beispielsweise Ausfälle von Verjüngungspflanzen, Wachstumseinbußen oder Qualitätsverluste. Auch kann es durch den ­selektiven Verbiss besonders „schmackhafter“ Baumarten wie Eiche oder Tanne zu einer Entmischung der Jungbestände kommen.
Damit Waldbesitzer oder Förster in geeigneter Weise darauf reagieren können, müssen sie herausfinden, welches Tier der Verursacher ist. Doch wie lässt sich das erkennen?

Appetit auf frische Knospen

Grundsätzlich gibt es zahlreiche Tierarten, die an den Trieben und Knospen junger Bäume fressen, da sie von Natur aus einen wich­tigen Nahrungsbestandteil für ­viele Waldbewohner darstellen. Einen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Waldverjüngung haben jedoch nur wenige Tierarten.
Der mit Abstand bedeutendste Verbissverursacher in unseren Wäldern ist das Schalenwild, insbesondere Reh- und Rotwild. Lokal kann auch Verbiss durch Hasen ­eine Rolle spielen. Triebverbiss durch Kleinsäuger wie Mäuse oder Eichhörnchen kommt ebenfalls vor, ist aber insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Im Weiteren wird daher vor allem der Verbiss durch Schalenwild und Hasen näher unter die Lupe genommen.

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