Während der Vegetationsperiode verdunstet ein Buchenbestand im Schnitt 3 mm Wasser pro Tag. Weil das lebenswichtige Wasser fehlt, sterben überregional ganze Buchenwälder ab. Foto: Schlotmann

Nach der Fichte stirbt die Buche

Während der Vegetationsperiode verdunstet ein Buchenbestand im Schnitt 3 mm Wasser pro Tag. Weil das lebenswichtige Wasser fehlt, sterben überregional ganze Buchenwälder ab.

Sorgfältig schaut sich Roland Schockemöhle die mehr als 120 Jahre alten Buchen an. Ein prüfender Blick in die Krone, dann entlang des kräftigen Stammes. Weiter unten am Stammfuß entdeckt der Förster die wenigen kleinen, schwarzen Flecken. „Die hier ist auch krank“, sagt er entmutigt und markiert den Stamm mit Farbe. Wie hier im Forstamt Hochstift droht die Buche vielerorts sprichwörtlich unter der Last des Klimawandels zusammenzubrechen. Sie leidet unter der „Buchenkomplexkrankheit“ – eine Folge des anhaltenden Wassermangels.

Vor allem Altholz betroffen

Im Forstamt Hochstift ist die Buche die dominante Baumart und so wüchsig, dass es Eichen, Eschen und andere Arten schwer haben, mit ihr mitzuhalten. Trockenes Laub, „Schrotschüsse“ in der Rinde und schleimige, schwarze Flecken sind die ernüchternden Anzeichen: Die Buchen sind todkrank. Anders als Käferfichten lässt sich das geschädigte Buchenholz kaum noch nutzen. „Das Buchensterben kostet die Betriebe sehr viel Geld“, sagt Roland Schockemöhle, Leiter des Regionalforst­amtes Hochstift.

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