Dürrständer aufarbeiten oder nicht?

Das Räumen der geschädigten Buchen und Fichten lohnt sich immer weniger. Als Schirm könnte das Schadholz hingegen waldbauliche Vorteile liefern. Allerdings gibt es einiges zu bedenken.

Waldbaulich bieten die langsam absterbenden Buchen und Fichten einen Vorteil für den Folgebestand. Wann das „überlegte Nichtstun“ sinnvoll ist, erklärt Manfred Gertz, Leiter des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein.

Schadholz als Schirm?

Waldbaulich bringt ein Schirm nützliche Vorteile für den Folgebestand mit sich: Er schützt die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung, bietet Windruhe und mindert so übermäßigen Wasserverlust und Trocknisschäden. Auch das Schadholz erfüllt diese Funktionen, wenngleich der Schirm nicht so dicht wie der eines geschlossenen Fichten- oder Buchenwaldes ist. „Der Schadholzschirm ist besser als gar kein Schirm“, verdeutlicht Manfred Gertz. Die Ernte des Schirmes, auch nur einzelbaumweise, schädigt die Naturverjüngung oder den Voranbau wesentlich. In der Regel rechtfertigt der Holzverkaufserlös die Fällschäden am jungen Pflanzenbestand. Derzeit würde die Fällung beispielsweise von „Käferfichten“ über einem Buchen- oder Tannenvoranbau sowie Naturverjüngung den Folgebestand unnötig ruinieren. Warum also nicht das Schadholz im Bestand belassen und natürliche Prozesse nutzen?

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